Die Reise tibetischer Rezepturen: Ein Abendvortrag im Jubiläumsrahmen 75 Jahre DÄGfA

75 Jahre Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur – herzlichen Glückwunsch zu diesem besonderen Jubiläum!

Eine Jubiläumswoche im Kloster Banz mit vielen Begegnungen, fachlichem Austausch und einem Abendvortrag zur Tibetischen Medizin von Sonja Maric:

„Vom Dach der Welt über Sibirien, St. Petersburg, Warschau nach Zürich – Die spannende Reise tibetischer Rezepturen in die moderne Medizin“.

Sonja Maric zeichnete eindrücklich nach, auf welchen Wegen tibetische Rezepturen über Jahrhunderte gewandert sind, wie sie erstmals europäischen Boden erreichten – und wie früh, beharrlich und oft gegen Widerstände um die Anerkennung der Tibetischen Medizin in Europa gerungen wurde.

Zugleich war es ein Rückblick auf die Anfänge der ärztlichen Ausbildung in Tibetischer Medizin in der DÄGfA und am Institut für Ost-West Medizin: auf ein kleines Pflänzchen, das Anfang der 1990er-Jahre gesetzt wurde und über viele Jahre zu einem in Europa einzigartigen Ausbildungsweg gewachsen ist.

Schön, dass dieser Weg im Rahmen des Jubiläums noch einmal sichtbar wurde.

Sonja Maric beim Abendvortrag in Kloster Banz: Ein Abend über die Reise tibetischer Rezepturen – und darüber, wie Tibetische Medizin heute in Deutschland gelehrt und weitergegeben wird.


Jahresrückblick 2025 – Institut für Ost-West Medizin

Das Jahr 2025 war für das Institut für Ost-West Medizin von fachlicher Kontinuität, lebendigem Austausch und wachsendem Interesse an der Tibetischen Medizin geprägt.

Besonders erfreulich war, dass die Tibetische Medizin auch in diesem Jahr neue Freundinnen und Freunde gewinnen konnte. Viele Interessierte setzten sich sowohl mit einzelnen Aspekten als auch mit der Ausbildung in Tibetischer Medizin auseinander. Die zahlreichen Begegnungen und Gespräche erwiesen sich als bereichernd und inspirierend.

Kongresse, Kooperationen und fachlicher Dialog

Im Rahmen der Kooperation mit der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur (DÄGfA) gestaltete Sonja Maric während der Akupunkturwoche einen Spezialkurs zur Tibetischen Medizin unter dem Titel „Wer Wind sät …“. Der Kurs eröffnete neue Perspektiven auf psychosomatische Zusammenhänge und lieferte wertvolle Impulse für die ärztliche Praxis.

Darüber hinaus war das Institut auf dem DGfAN-Kongress in Erfurt vertreten. Dort hielt Sonja Maric einen Vortrag und Workshop zum Thema „Psychosomatische Erkrankungen verstehen und behandeln“, mit Fokus auf die praxisnahe Anwendung tibetisch-medizinischer Konzepte im psychosomatischen Kontext.

Eine aktive Teilnahme mit einem gut besuchten Kurs erfolgte zudem auf dem größten TCM-Kongress Europas in Rothenburg, wo Sonja Maric seit über 15 Jahren ausgewählte Aspekte der Tibetischen Medizin kontinuierlich in Seminaren vorstellt und vertieft.

Auch beim TAO-Kongress in Graz, der seit Jahrzehnten wichtige Impulse in der integrativen Medizin setzt, wurde die Tibetische Medizin im Rahmen eines Workshops vorgestellt. Im Mittelpunkt stand das Kongressthema Verdauung, das aus tibetisch-medizinischer Sicht beleuchtet und in einen ganzheitlichen medizinischen Kontext eingebettet wurde.

Dank & Ausblick

Ein herzlicher Dank gilt allen Teilnehmenden, Kooperationspartnern und Interessierten für ihr Vertrauen und den wertvollen fachlichen Austausch.

Ausblick 2026

Im kommenden Jahr steht der Relaunch der Website des Instituts für Ost-West Medizin im Fokus. Ziel ist es, Inhalte klarer zugänglich zu machen und die Tiefe sowie Vielschichtigkeit der Tibetischen Medizin noch besser abzubilden.

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Verdauung ist mehr als Bauchgefühl

Tibetische Medizin auf dem TAO-Kongress 2025

Verdauung ist mehr als Bauchgefühl: Die Tibetische Medizin versteht sie als zentrale Grundlage von Gesundheit und als mögliche Wurzel vieler chronischer Beschwerden. Dieses Thema stellte Sonja Maric beim TAO-Kongress 2025 in den Mittelpunkt ihres Beitrags.

Aus tibetisch-medizinischer Sicht geht Verdauung weit über den Magen-Darm-Trakt hinaus. Sie beeinflusst Stoffwechsel, Energiehaushalt und das Zusammenspiel von Körper und Geist. In diesem ganzheitlichen Verständnis eröffnen sich neue therapeutische Zugänge bei Magen-Darm-Beschwerden und funktionellen Erkrankungen.

Im Rahmen des Workshops zeigte Sonja Maric, wie Ernährung, Lebensstil, Heilpflanzen und äußere Therapien ineinandergreifen und gemeinsam zur Stabilisierung des gesamten Systems beitragen können. Praxisnahe Fallbeispiele verdeutlichten, dass eine gestärkte Verdauung häufig weitreichende positive Effekte hat.

Wer sich vertieft mit diesem Ansatz beschäftigt, erkennt: Die Tibetische Medizin ist mehr als ein medizinisches System. Sie lädt dazu ein, Gesundheit als Balance zu verstehen – und Verdauung als einen zentralen Schlüssel dazu.

Kurs auf dem TCM Kongress Rothenburg

Wenn das innere Feuer brennt, fließt das Leben.
Auf dem TCM Kongress Rothenburg war die Tibetische Medizin erneut mit einem praxisorientierten Kurs vertreten. Sonja Maric widmete sich dabei dem zentralen tibetisch-medizinischen Konzept des Medrod, der Verdauungshitze als Grundlage von Gesundheit.

Verdauung in der Tibetischen Medizin

In der Tibetischen Medizin gilt Medrod als zentrale Kraft des Körpers. Die Verdauung beeinflusst nicht nur die Verarbeitung von Nahrung, sondern auch Stoffwechsel, Energiehaushalt und das Gleichgewicht von Körper und Geist. Störungen der Verdauungshitze können aus tibetisch-medizinischer Sicht an der Entstehung vielfältiger Beschwerden beteiligt sein.

Der Kurs vermittelte ein fundiertes Verständnis dafür, wie sich Verdauungshitze klinisch zeigt und welche therapeutischen Ansätze sich in der Praxis bewährt haben. Neben theoretischen Grundlagen standen konkrete Bezüge zum Praxisalltag im Vordergrund.

Der gut besuchte Hands-on-Kurs richtete sich an Ärztinnen, Therapeuten und medizinisch Interessierte, die ihr Wissen zur Verdauung in der Tibetischen Medizin vertiefen und integrative Perspektiven in ihre Arbeit einbeziehen möchten.

Video-Ankündigung

Ergänzend wurde der Kurs im Vorfeld auch in einem kurzen Video vorgestellt, das einen Einblick in Thema und Ansatz gibt:

👉 zum Video

Tibetische Medizin auf dem Kongress der DGfAN in Erfurt

Vortrag und Workshop: „Psychosomatische Erkrankungen verstehen und behandeln“

Im Rahmen des Kongresses der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur und Neuraltherapie (DGfAN) in Erfurt hielt Sonja Maric einen Vortrag und Workshop zur Tibetischen Medizin mit dem Schwerpunkt psychosomatische Erkrankungen.

Im Mittelpunkt standen Konzepte der Tibetischen Medizin zum Verständnis psychosomatischer Zusammenhänge sowie deren Bedeutung für Diagnostik und Therapie im ärztlichen Alltag. Besonderes Augenmerk galt dabei dem rLung-Prinzip (Wind) und seiner Rolle bei funktionellen und psychosomatischen Beschwerdebildern.

Der fachliche Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus Akupunktur, Neuraltherapie und weiteren komplementärmedizinischen Fachrichtungen war offen, konzentriert und praxisnah.

🎥 Kurzer Eindruck vom Kongress
Ein kurzer, atmosphärischer Videoclip gibt einen Eindruck aus dem Vortrag und greift das Thema Wind (rLung) in der Tibetischen Medizin auf.