Ausbildung

04

Seit fast 25 Jahren studieren westliche Ärzte Tibetische Medizin in Deutschland. Mit der Etablierung einer ärztlichen Ausbildung in Tibetischer Medizin ist ein erster Schritt erfolgt, um die Tibetische Medizin im Westen für Ärzte und Patienten anwendbar zu machen, ohne Verlust von Authentizität und Tradition. Dieses Ausbildungsprogramm für Ärzte ist einmalig in Europa. Es wird zur weiteren Verbreitung der Tibetischen Medizin im Westen beitragen.

Prof. h.c. Dr. med. Walburg Maric-Oehler hat 1993 die Ausbildung in Tibetischer Medizin ins Leben gerufen, im Rahmen der Spezialausbildungen der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V. / DÄGfA (gegr. 1951). Sie wurde in der Folgezeit systematisch zu einer Grundausbildung in Tibetischer Medizin in einem Programm von 20 Kursen erweitert.

Die Ausbildung wird von Prof. Dr. P.Y. Arya T.Sherpa und seiner persönlichen Schülerin und Assistentin Sonja Maric durchgeführt. Die national und international renommierten Dozenten der Tibetischen Medizin konnten in enger Anbindung an die authentische Tradition wertvolle Erfahrungen der Integrationsmöglichkeiten der Tibetischen Medizin in die hiesige medizinische Praxis machen. Sie garantieren inhaltliche Kompetenz und moderne didaktische Aufbereitung essentieller Bereiche der Tibetischen Medizin aus ost-west medizinischer Sicht.

Ziele der Ausbildung

Ziele einer ärztlichen Ausbildung in Tibetischer Medizin sind ihre Verbreitung und ihre Integration  in unsere moderne Medizin und unser Gesundheitssystem.

  • Einführung
  • Grundausbildung und Sonderkurse
  • Extrakurse
  • Verbreitung der Tibetischen Medizin
  • Bewahrung der Tibetischen Medizin als eigenständiges Medizinsystem
  • Information über moderne Entwicklungen und Forschung
  • Erweiterung des Pluralismus in der Medizin
  • Vorbereitung der Integration in die Theorie und Praxis der modernen Medizin
  • Erschließung essentieller Grundkonzepte der Tibetischen Medizin für den westlichen Anwender
  • Nutzbarmachung spezifischer diagnostischer und therapeutischer Konzepte
  • Nutzbarmachung des spezifischen Methodenspektrums
  • Anpassung an die Standards der Schulmedizin
  • Erweiterung der komplementär-medizinischen Möglichkeiten
  • Erweiterung der konventionellen medizinischen Diagnostik und Therapie
  • Entwicklung einer internationalen Terminologie
  • Transkultureller Vergleich asiatischer Medizintraditionen
  • Beiträge der Tibetischen Medizin zur EU Public Health

Besonderheiten der Ausbildung

  • praxisrelevant
  • integrativ
  • authentisch

Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt auf der praxisorientierten Vermittlung von Medizintheorie, psychosomatischer Konzepte, von Konstitutionslehre, allgemeiner und spezieller Pathologie, der diagnostischen Methoden, z.B. Puls- und Zungendiagnose, der Ernährungslehre und Diätetik, der Anweisungen zur Lebensführung, der Phytotherapie und ausgewählter äußerer Therapieformen, z.B. Moxibustion und Hor-me (spezielle Hitzetherapie).

Die Konstitutionslehre eignet sich besonders gut zum Einstieg in die Tibetische Medizin, da hier das medizintheoretische Grundkonzept der Dreiteilung mit seinen unterschiedlichen Aspekten besonders anschaulich und für jeden gut nachvollziehbar  wird. Die Konstitutionslehre ist leicht erlernbar und sofort in die tägliche Praxis umsetzbar. Hier zeigen sich die präventiven Möglichkeiten der Tibetischen Medizin besonders gut. Der Patient kann seinen Krankheits- und Heilungsprozess besser verstehen, was sich positiv auf die Compliance auswirkt.

Die Ausbildung gliedert sich in zwei Abschnitte

Zusätzlich Sonderkurse zu Spezialthemen der Tibetischen Medizin

Seit 2015 neu: Ausbildung Tibetische Medizin für alle medizinischen Heilberufe. Mehr informationen dazu hier

Kompaktkurse Tibetische Medizin für Heilberufe

 

2013 – Jubiläumsjahr
‚20 Jahre Ärztliche Ausbildung in Tibetischer Medizin‘

Jubiläumveranstaltung ‚20 Jahre Ärztliche Ausbildung in Tibetischer Medizin’ im Rahmen des

1. Symposium Vergleichende Asiatische Medizin

1.SymposiumVergl.AsiatischeThema: BodyMind

Chinesische Medizin – Koreanische Medizin – Japanische Medizin – Ayurveda – Tibetische Medizin
20.-22.9.2013
Frauenklinik, Universitätsklinikum Mainz
Mehr Informationen zum Symposium finden Sie hier.

Mit freundlicher Unterstützung der Universitätsmedizin Mainz erwartet Sie eine interessante  Veranstaltung mit Vorträgen, Workshops, Abendvorträgen über asiatische Medizinsysteme in Begegnung und Austausch, über Unterschiede und Gemeinsamkeiten sowie über ihre kulturunabhängigen essentiellen Konzepte. Dialog und Annäherung erfolgen aus der westlich- europäischen Sicht. Der Fokus liegt auf: was können wir von den asiatischen Medizinsystemen lernen? Welche Voraussetzungen braucht eine Integration in die Medizin?